24Da riefen sie zum zweiten Mal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist.
25Da antwortete jener und sprach: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Eines weiß ich: dass ich blind war und jetzt sehend bin!
26Sie sprachen aber wiederum zu ihm: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen geöffnet?
27Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht darauf gehört; warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt auch ihr seine Jünger werden?
28Sie beschimpften ihn nun und sprachen: Du bist sein Jünger! Wir aber sind Moses Jünger.
29Wir wissen, dass Gott zu Mose geredet hat; von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist.
30Da antwortete der Mensch und sprach zu ihnen: Das ist doch verwunderlich, dass ihr nicht wisst, woher er ist, und er hat doch meine Augen geöffnet.
31Wir wissen aber, dass Gott nicht auf Sünder hört; sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den hört er.
32Von Ewigkeit her hat man nicht gehört, dass jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat.
33Wenn dieser nicht von Gott wäre, so könnte er nichts tun!
34Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren und willst uns lehren? Und sie stießen ihn hinaus.
1Ein Wallfahrtslied. Von David. Ich freue mich an denen, die zu mir
sagen:
Lasst uns zum Haus des Herrn gehen!
2Nun stehen unsere Füße
in deinen Toren, Jerusalem!
3Jerusalem, du bist gebaut
als eine fest gefügte Stadt,
4wohin die Stämme hinaufziehen,
die Stämme des Herrn
— ein Zeugnis für Israel —,
um zu preisen den Namen des Herrn!
5Denn dort sind Throne zum Gericht aufgestellt,
die Throne des Hauses David.
6Bittet für den Frieden Jerusalems!
Es soll denen wohlgehen, die dich lieben!
7Friede sei in deinen Mauern
und sichere Ruhe in deinen Palästen!
8Um meiner Brüder und Freunde willen
sage ich: Friede sei in dir!
9Um des Hauses des Herrn, unsres Gottes, willen
will ich dein Bestes suchen!